Bessere Entscheidungen dank digitaler Akte

Ohne Monitoring der Körper- und Leistungsdaten wären Training und Wettkämpfe von Laura Philipp so nicht denkbar. Eine digitale Versichertenakte könnte diese Daten zusammen mit den medizinischen Daten speichern. Wir haben Laura gefragt, was sie als Profisportlerin davon hält und wie sie von einer solchen Akte profitieren würde.

Die 31-jährige Physiotherapeutin ist die schnellste deutsche Triathletin auf der Ironman-Distanz. Mit ihrem Mann und Trainer Philipp Seipp sowie Hund Nino lebt die Profiathletin zwischen Wettkampf und Trainingslagern in Heidelberg.

Im Jahr 2018 gewann Laura Philipp nicht nur ihren Wettkampf in Barcelona – mit einer Zeit von 8:34:87 Stunden katapultierte sie sich gleichzeitig an die Spitze der deutschen Triathletinnen.

 

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Was sollte eine Versichertenakte Deiner Meinung nach leisten?
Eine Versichertenakte sollte meine Daten sicher aufbewahren. Ist dies gewährleistet, verspreche ich mir mehr Informationen, die ich meinen Ärzten zur Verfügung stellen kann. Im Krankheitsfall denke ich, dass so bessere Entscheidungen für mich getroffen werden können – gerade bei einem interdisziplinären Informationsaustausch. Und die Ärzte haben eine ganzheitliche Betrachtung meiner Gesundheits- und medizinischen Daten. Damit könnten Doppeluntersuchungen vermieden werden.


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Du als Profiathletin hast regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Was erwartest Du dir diesbezüglich von der Akte?
Sie sollte zu meinem Vorteil genutzt werden. Am einfachsten wäre es zum Beispiel, wenn die Ergebnisse meiner regelmäßigen Anti-Doping-Kontrollen, bei denen auch Blutparameter erhoben werden, meinem Hausarzt zugänglich wäre.


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Aus Training und Wettkampf ergeben sich sehr viele Körpermessdaten. Würdest Du diese auch in die Akte aufnehmen?
Das ist eine gute Frage. Ich würde es nicht uneingeschränkt machen. Das hängt stark vom Einzelfall ab, bei manchen Messdaten macht es aber sicherlich Sinn, sie in eine Versichertenakte zu übernehmen. Da ich die Daten ohnehin während des Trainings aufzeichne und nutze, könnte ich sie heranziehen und gemeinsam mit Ärzten im Behandlungsfall durchsprechen.


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Wäre es für Dich gut, eine solche digitale Akte auf Deinen vielen Reisen bei Dir zu haben?
Ja, das wäre ein großer Vorteil, falls mir mal unterwegs etwas zustößt. Hierbei wäre mir wichtig, dass ich vor allem die wirklich wichtigen Parameter, etwa Blutgruppe, Vorerkrankungen, Impfungen, Unverträglichkeiten, Operationen, Bildgebungen etc. immer bei mir habe.