Master Patient Index der ICW verbessert Datenqualität bei führendem US-Krankenversicherer

Die Versicherungsgesellschaft Blue Cross and Blue Shield of Kansas City (Blue KC) hat eine Master Patient Index-Lösung (MPI) von ICW implementiert. So wird der private Krankenversicherer neuen Anforderungen an umfassende, aggregierte Mitgliedsdaten im Gesundheitsinformationsaustausch mühelos gerecht.

Datenschutz ist Pflicht: Der US-Krankenversicherer Blue Cross and Blue Shield of Kansas City (Blue KC) behandelt die Daten seiner Versicherten mit äußerster Vertraulichkeit und Sorgfalt. Und zwar nicht nur, weil der U.S. Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) dies vorschreibt. Sondern auch, weil der Datenschutz ein Grundpfeiler des hervorragenden Mitgliederservices und eine Stärke des Unternehmens ist. Die korrekte Identifikation von Mitgliedern über unterschiedliche Vertragsverhältnisse und Zeiträume hinweg war schon immer eine enorme Herausforderung. Die fehlerhafte Verknüpfung der Daten zweier unterschiedlicher Mitglieder erschwert es, rechtzeitig negative Entwicklungen einer Krankheit zu erkennen und auf diese zu reagieren. Fehler können zudem zu harten Strafen führen, wenn die medizinischen Daten eines Versicherten unberechtigten Personen zugänglich sind. Seit Mitte der 1990er-Jahre hatte Blue KC unterschiedliche Systeme entwickelt und genutzt, um eine individuelle, eindeutige Kennung seiner Versicherten zu gewährleisten. Diese wurde mit den jeweiligen Mitgliedsdaten in einem zentralen Data Warehouse gespeichert und für Reporting sowie Analysen durch externe Anbieter genutzt. Allerdings ließ die Matching-Logik auf Dauer zu wünschen übrig. Sie war so konzipiert, dass ein Mitglied entweder einer vorhandenen, passenden Kennung zugeordnet wurde oder automatisch eine neue Kennung erhielt. Ein manuelles Review-Verfahren für nicht eindeutige Matching-Ergebnisse gab es nicht.

Blue Cross and Blue Shield of Kansas City

Im Jahr 2012 begann die Suche nach einer Software, die unsere Datenqualität verbessert und die eine Migration der alten Kennungen ermöglicht. Wir entschieden uns aus folgenden Gründen für den Master Patient Index der ICW: Seit Mitte der 1990er-Jahre hatte Blue KC unterschiedliche Systeme entwickelt und genutzt, um eine individuelle, eindeutige Kennung seiner Versicherten zu gewährleisten. Diese wurde mit den jeweiligen Mitgliedsdaten in einem zentralen Data Warehouse gespeichert und für Reporting sowie Analysen durch externe Anbieter genutzt. Allerdings ließ die Matching-Logik auf Dauer zu wünschen übrig. Sie war so konzipiert, dass ein Mitglied entweder einer vorhandenen, passenden Kennung zugeordnet wurde oder automatisch eine neue Kennung  erhielt. Ein manuelles Review-Verfahren für nicht eindeutige Matching-Ergebnisse gab es nicht.

Im Jahr 2012 begann die Suche nach einer Software, die unsere Datenqualität verbessert und die eine Migration der alten Kennungen ermöglicht. Wir entschieden uns aus folgenden Gründen für den Master Patient Index der ICW:

  • ICW verfügt über ein umfassendes Produktwissen und hat langjährige Erfahrung in der Konfiguration, Installation und Migration von Master Patient Index-Lösungen.
  • ICW konnte eine maßgeschneiderte Lösung auf Basis einer fundierten Analyse der Blue KC-Daten bereitstellen.
  • Der Master Patient Index ist eine webbasierte Anwendung und unterstützt Microsoft-SQL-Server.
  • Die bestehenden MPI-Zuweisungen konnten bei der Migration soweit sie korrekt waren beibehalten werden.
  • Die Lösung verfügt über konfigurierbare Schwellenwerte zur Erzeugung manueller Aufgaben bei unklaren Zuordnungen.
  • Die Benutzeroberfläche ist intuitiv bedienbar.
  • Der Master Patient Index erlaubt eine Korrektur fehlerhafter Zuordnungen und ermöglicht die nachträgliche Verknüpfung von Dubletten.

Die Migration der drei Millionen Mitgliedsdaten erfolgte via Batch-Verarbeitung in der MPI-Lösung und dauerte rund drei Monate. Das Matching funktionierte bestens und offenbarte auch fehlerhafte Zuordnungen des Altsystems. Die größte Herausforderung im Rahmen der Migration war sicherlich die manuelle Abarbeitung der rund 35.000 anfallenden Datensätze. Zwei Mitarbeiter waren etwa zwei Monate damit beschäftigt, diese korrekt zusammenzuführen.

Heute müssen nur noch ein Prozent der Mapping-Daten manuell nachbearbeitet werden. Das dauert weniger als 30 Minuten pro Tag. Mit dem Master Patient Index der ICW konnte die alte Lösung ohne negative Auswirkungen auf die bereits etablierten Prozesse erfolgreich abgelöst werden.

Das automatischen Matching, das manuelle Review-Verfahren sowie die Möglichkeit späterer Korrekturenund Zusammenführungen haben unsere Datenqualität verbessert. Dies hat zu einer Reduzierung auf weniger als 20 Datenbereinigungen pro Jahr geführt. Eine weitere Verbesserung, die schwer zu messen ist, ist die Möglichkeit, erkannte Dubletten in den Primärsystemen zusammenzuführen. Dies gibt uns einen besseren Überblick über die Daten unserer Mitglieder.

System läuft stabil
Inzwischen läuft der Master Patient Index seit rund fünf Jahren stabil und nahezu wartungsfrei. Erforderliche Software-Upgrades sind bislang sehr gut gelaufen und haben die tägliche Datenverarbeitung nicht beeinträchtigt.

Damit wird Blue KC neuen Anforderungen an umfassende, aggregierte Mitglieds-/Patientendaten im Gesundheitsinformationsaustausch (HIE) ebenso mühelos gerecht wie auch den selbstgesteckten Datenschutzzielen. Das ist wichtig, denn angesichts eines sich rasant wandelnden Gesundheitswesens gewinnen qualitativ hochwertige Mitgliedsdaten zunehmend an Bedeutung. Sie bilden die Grundlage für eine personalisierte Kundenbetreuung und helfen, Versorgungsangebote bedarfsorientiert weiterzuentwickeln.