MPI als Königsweg

Der Master Patient Index (MPI) zahlt sich für Krankenhäuser aus – sowohl finanziell als auch im Hinblick auf die Versorgungsqualität.

In der Vergangenheit wurde das KIS als steuerndes Element der Patientenverwaltung angesehen. Mittlerweile sind zu den normalen Anforderungen eines geschlossenen Verwaltungssystems neue Bedingungen in Bezug auf den einrichtungsübergreifenden Datenaustausch und die Verfügbarkeit von Informationen hinzugekommen. In vielen europäischen Ländern sind landesweit eindeutige Patientennummern vergeben, die einrichtungsübergreifend eingesetzt werden. Diese Vereinheitlichung und sinnvolle Möglichkeit, eine lebenslang eindeutige ID für alle Bürger zu vergeben, findet in Deutschland wenig Freunde. Daher sind Einrichtungen im Gesundheitswesen gezwungen, Alternativen zur zielführenden Identifikation zu finden, die die Kommunikation über das zentrale KIS hinaus realisierbar machen. Aus diesem Grund haben einige Hersteller Lösungen entwickelt, die diese Funktionalität bieten. Doch worin liegt der Mehrwert eines Master Patient Index? Nur in der simplen Vergabe einer Nummer? Sicherlich nicht! Die Logik und die Algorithmen der Software zur Verlinkung der Patientennummern sollen bestehende Ablaufprozesse der Einrichtung unterstützen und nicht behindern. Komplexe Strukturen und Verfahren in den medizinischen Einrichtungen müssen berücksichtigt werden.

„Der Weg zu einem MPI ist bei einer übergreifenden Kommunikation mehrerer Einrichtungen ein Schritt in die richtige Richtung.“

An dieser Stelle ist der Anwender gefordert, seine Abläufe zu analysieren, zu definieren, zu optimieren und vor allem zu standardisieren. Die Aufgabe ist, einen MPI-Anbieter zu finden, der den oben genannten Anforderungen an die umzusetzenden Strukturen gerecht wird.

MPI als Königsweg

Hier kommen die Applikationen der Firma ICW ins Spiel. Einige unserer Kunden, die den Kommunikationsserver Cloverleaf ® einsetzen, standen und stehen vor der Herausforderung, hausübergreifende Prozesse und die Daten aus unterschiedlichen Systemen mit unterschiedlichen Identifikationsmerkmalen zusammenzuführen und zu harmonisieren. Der Transport der Informationen wurde mit Cloverleaf ® hervorragend gelöst. Nun aber kommt die zweite Hürde, die es zu meistern gilt. Wie bekommt der Anwender die im Haus und darüber hinaus eingesetzten Strukturen abgebildet, und welches Tool unterstützt ihn bei der Aufgabe, ohne einen zusätzlichen Mehraufwand zu verursachen?

Verschiedene Kunden haben sich für die Lösung der ICW entschieden, da hier in Zukunft zusätzliche Mehrwerte wie eine einrichtungsübergreifende Patientenakte genutzt werden können. Im Universitätsklinikum Düsseldorf wurde mit einem kleinen Projekt zur einrichtungsübergreifenden Auftrags- und Befundkommunikation begonnen. Nach und nach kamen neue Anforderungen hinzu, und nun kann die volle Leistungsfähigkeit der Lösung auch für andere Anwendungsszenarien genutzt werden. Auch im Herzzentrum Freiburg konnten mit Hilfe des MPI und des Kommunikationsservers Cloverleaf ® hausübergreifende Systeme und Prozesse optimal abgestimmt werden. Der finanzielle und auch qualitative Nutzen übertrifft auf Dauer die Investitionskosten und stellt somit sicher, dass der Ausbau und die strategische Entscheidung für einen MPI eine sinnvolle Vorgehensweise darstellt. Durch diesen Lösungsweg können unterschiedliche Systeme und Prozesse im Sinne einer „Best of Breed“-Strategie zusammengeführt werden. Zusätzlich reduziert sich die Abhängigkeit von Lieferanten und steigert sich die anforderungsbedingte Flexibilität. Vor allem hat der Anwender den Vorteil, seine Daten nach seinen Bedürfnissen und Notwendigkeiten einzusetzen, ohne über komplexe Strukturen und zeitlichen Aufwand für Abstimmungsprozesse nachzudenken – von den damit verbundenen Zusatzkosten ganz zu schweigen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Weg zu einem MPI bei einer übergreifenden Kommunikation mehrerer Einrichtungen im Gesundheitswesen ein Schritt in die richtige Richtung darstellt. Der MPI kann die Qualität und die Patientenversorgung zukünftig positiv beeinflussen. Die Kombination aus einem leistungsfähigen Kommunikationsserver und einem für verschiedene Anwendungsszenarien einsetzbaren MPI ist eine sehr gute Voraussetzung zur Lösung der Herausforderungen bei eHealth-Projekten in Krankenhäusern. Die Firmen Health-Comm und ICW arbeiten seit vielen Jahren partnerschaftlich zusammen, um mit ihren Produkten erfolgreiche Kundenlösungen zu ermöglichen.