Patientendossier Swiss made

Im internationalen Vergleich ist die medizinische Versorgung in der Schweiz spitze. Die Digitalisierung von Prozessen im Gesundheitswesen kommt dort aber erst auf Touren. Das elektronische Patientendossier (EPD) soll dem digitalen Wandel einen entscheidenden Impuls geben.

Für mehr Wirkung im Gesundheitswesen

Swisscom Health betreibt für das schweizerische Gesundheitswesen ein digitales Ökosystem, das laufend erweitert wird und neue Akteure einbindet. Sie unterstützt Leistungserbringer, Kostenträger und Privatpersonen mit unseren Dienstleistungen sowie mit Infrastruktur- und Softwareprodukten. Swisscom trägt also dazu bei, Prozesse zu optimieren, die Behandlungsqualität zu verbessern und Kosten zu sparen. → swisscom.ch/health

Die Schweiz möchte die Digitalisierung im Gesundheitswesen stärker voranbringen. Ein möglicher Treiber ist das EPD, in dem persönliche Gesundheitsinformationen wie behandlungsrelevante Dokumente aus Spitälern, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen vom Dossierinhaber gesammelt werden. Dabei hat der Bürger die Hoheit über die Vergabe von Zugriffsrechten auf die digitalen Dokumente in seinem EPD.

Im April 2020 wird es ernst

Die Einführung des EPD ist seit 2015 beschlossene Sache. In einem Bundesgesetz und flankierenden Verordnungen sind technische Details und der Zeitplan geregelt. Ab April 2020 müssen alle Schweizer Spitäler in der Lage sein, Daten ihrer Patienten in deren EPD zu hinterlegen, sofern diese das wünschen. Bis 2022 müssen auch Pflegeheime und Geburtshäuser ans EPD angeschlossen sein. Ambulant tätige Gesundheitseinrichtungen wie Hausärzte und Therapeuten sind von der Teilnahmepflicht ausgenommen. Und auch für jeden Schweizer ist die Eröffnung eines EPD freiwillig.

Die technische Umsetzung des EPD obliegt den Kantonen, die in der Schweiz für die Gesundheitsversorgung zuständig sind. Viele von ihnen haben – alleine oder gemeinsam mit anderen Kantonen oder einzelnen Gesundheitseinrichtungen – Ausschreibungen durchgeführt, um einen Technologiepartner für die Entwicklung der dafür nötigen Infrastruktur zu finden. Die Umsetzungsarbeiten laufen in vielen Regionen bereits auf Hochtouren. Unter anderem weil vor dem offiziellen Start des EPD im April 2020 noch eine Zertifizierung der regionalen Betreiberorganisationen des Dossiers (der sogenannten Stammgemeinschaften) nötig ist.

Gut die Hälfte der Schweiz setzt auf Swisscom

Swisscom Health hat zahlreiche der besagten Ausschreibungen gewonnen. Mindestens in elf Kantonen der Schweiz wird die EPD-Technologie von Swisscom Health eingesetzt werden. In den betreffenden Regionen leben rund 4,5 Millionen Menschen; mehr als die Hälfte aller Gesundheitseinrichtungen sind dort angesiedelt.

Infrastruktur, Anbindung, Zugangsportal

Das Herzstück der EPD-Infrastruktur von Swisscom Health bildet die eHealth-Plattform Health Connect. Sie ermöglicht die Vernetzung der Gesundheitseinrichtungen und den Transfer von Informationen und Dokumenten untereinander. Aufbauend auf den Modulen der ICW eHealth Suite bietet die Swisscom Health ihren Kunden somit modernste Software an, die auch die internationalen IHE-Standards erfüllt.

Swisscom Health berät Spitäler und andere Akteure im Vorfeld ihrer Anbindung an die EPD-Infrastruktur und führt die Umsetzung durch. Schließlich stammt auch das Zugangsportal, über das die Patienten ihr Dossier eröffnen und verwalten, von Swisscom Health. Dieses Portal ist eine White-Label-Lösung , die es den Stammgemeinschaften erlaubt, die Bürger in ihrer jeweiligen Region individuell anzusprechen.

Erfolgreicher EPD-Pilotbetrieb

Im Universitätsspital Basel (USB) haben ausgewählte Kliniken ihren Schweizer Patienten bereits 2018 die Eröffnung eines EPD angeboten. Dies geschah im Rahmen des sogenannten‚ EPD-Pilot Nordwestschweiz‘, an dem sich Gesundheitseinrichtungen der drei Kantone Basel-Stadt, Basel-Land und Solothurn beteiligt hatten. Die eingesetzte Technologie stammt von Swisscom Health und hat sich bestens bewährt.

Entwickeln, anbinden und zertifizieren

Die verbleibende Zeit bis zum offiziellen Rollout des EPD im April 2020 wird von weiterer Entwicklungsarbeit geprägt sein. Beispielsweise steht die Anbindung einer grossen Zahl von Spitälern an die EPD-Infrastruktur an. Zum Teil sind sich die Kliniken der kommenden technischen und organisatorischen Herausforderungen noch zu wenig bewusst. Diesbezüglich ist noch einiges an Sensibilisierungsarbeit zu leisten.

Außerhalb der technischen Anbindung und der Installationen stellen wir fest, dass es auch noch einiger Kommunikationsanstrengungen bedarf – sowohl was die Aufklärung der Bürger angeht, als auch das Umdenken in den Kliniken.

Gesundheits­einrichtungen in den bevölkerungsreichsten Kantonen der Schweiz setzen bei der Einführung des elektronischen Patientendossiers auf die Technologie von Swisscom Health.

 

In den rot gekennzeichneten Kantonen wird die EPD-Technologie von Swisscom Health bereits eingesetzt